Aktuelles rund um den AKV Ehrenhut

Neuer Ehrenhut - Daniel Büscher

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Nach knapp einjähriger Probezeit durften wir am 07.01.2012 Daniel Büscher als neuen Ehrenhut in unseren Reihen begrüßen.

Daniel konnte durch seine (manchmal doch sehr eigene...) Art überzeugen, so dass er beim Ordensfest des AKV vom Oberehrenhut Christian Schwartz seine Insignien (Ehrenhut-Nadel, Narrenkappe und Schulterbänder) in Empfang nehmen durfte.

Wir wünschen Daniel auf diesem Weg viel Spaß im Ehrenhut und sagen "Welcome Aboard"!


Ein AKV-Ehrenhut hält sich stets dezent im Hintergrund

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Die 13 Mitglieder der Nachwuchsorganisation des Aachener Karnevalsvereins haben alle Hände voll zu tun. „Wir sind älter als der AKV.“

Wenn die Aufzeichnung von der Ordensverleihung Wider den Tierischen Ernst über die Bildschirme flimmert, ist das für 13 junge Mitglieder des AKV eine besonders spannende Angelegenheit. Klar, zunächst einmal wegen der Frage, was die Kollegen vom Öffentlich-Rechtlichen aus dem Material gemacht haben. Und außerdem bietet der Zusammenschnitt Raum für ein kleines Spielchen: Wer von den 13 taucht am häufigsten auf der Mattscheibe auf? „Wer am Ende die meisten Striche hat“, sagt Christian Schwartz schmunzelnd, „der entrichtet einen kleinen Obolus an die Allgemeinheit.“

Christian ist Kopf des „Ehrenhut“, der das junge Team des AKV stellt. Im närrischen Treiben zwischen Inthronisation und „Beerdigung“ der jeweiligen Tollität sind die Ehrenhüte gut zu erkennen an ihrer knatschorangen Karnevalskluft. Gemeinsam sorgen sie für den reibungslosen Ablauf bei der Prinzenproklamation und eben auch, wenn es dem tierischen Ernst an den Kragen geht. Und den Hintergrund des Spielchens bei der anschließenden Fernsehausstrahlung hat Christian rasch erklärt: „Je weniger man von uns mitbekommt, desto besser haben wir unsere Sache gemacht.“

Prinzenproklamation (Pripro), Orden, Open-Air am Holzgraben: Bei Sitzungen wie bei „Stehungen“ hält der Ehrenhut sich dezent im Hintergrund. Einzige Ausnahme: der Florresei-Palast. 1000 kostümierte Gäste begrüßen die Ehrenhüte jedes Jahr bei ihrer eigenen Sause am Karnevalssamstag im Ballsaal des Alten Kurhauses (Komphausbadstraße) sowie in der darunter befindlichen Bar „Havana“.

Narrenkappe im Kleiderschrank

Die Vorbereitungen beginnen lange vor der Session. „Die Sponsoren zum Beispiel müssen bis zum November stehen“, sagt Simon Adenauer, der seinen Ehrenhut, eigentlich eine Narrenkappe, seit 2006 im Kleiderschrank hängen hat. Gesetzt ist hier die Stawag, doch auch der Pool um den Hauptsponsor herum muss den rechten Füllstand beibehalten. Ansonsten muss Sorge getragen werden für Garderobe, Sicherheit, Reklame, Programm oder Technik.

Auch mit der Carnevale will der AKV insbesondere junges Publikum ansprechen. Und zwar gleichermaßen mit wechselnden Blöcken aus Programm und Party bei strenger Kostümpflicht. Kommt man sich da nicht in die Quere? „Auf keinen Fall, wir sind Freunde“, stellt Christian klipp und klar fest. Das Team Carnevale habe mit ihrem frühen Termin ja ein Alleinstellungsmerkmal. „Und wir tauschen uns oft mit den Jungs aus.“ Sorgen um die Gunst der jungen und der junggebliebenen Jecken machen die Ehrenhüte sich ohnehin nicht: Der Vorverkauf ist in aller Regel in Nullkommanix wieder beendet.

Die vielleicht ein wenig wunderlich klingende Bezeichnung „Florresei“ geht in graue Vorzeit des Öcher Fastelovvend zurück. So nämlich lautete erstens der Name des Vorgängervereins des 1859 gegründeten AKV. Der Ehrenhut wurde dabei übernommen. „Wenn man so will, sind wir also sogar älter als der AKV“, denkt Christian laut nach.

Wie seinerzeit die Aufnahmebedingungen aussahen, lässt sich nicht ohne Weiteres feststellen. Heute hingegen sind sie klar definiert: Zwischen 20 und 30 Jahre alt sollte ein Anwärter auf die Aufnahme in den Ehrenhut sein, außerdem Junggeselle. „Ansonsten ist die Hauptsache, dass man Spaß am Karneval hat und zu uns passt“, sagt Christian Schwartz. Denn auch abseits der fünften Jahreszeit ist der Ehrenhut keineswegs nur eine Zweckgemeinschaft. „Ob der Interessent Student, Azubi oder fest im Beruf ist, ist uns aber schnurzpiepegal.“

von Jan Mönch (AZ/AN)


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